Trekking im Herbst in der Türkei: Wohin im September, Oktober und November?
Die Türkei hat jede Menge wunderschöne Landschaften, die sich zu Fuß entdecken lassen. Einfach zu sagen, der Herbst sei „eine der besten Jahreszeiten zum Trekking“, greift allerdings etwas zu kurz. Denn spätestens beim Rucksackpacken und Loslaufen merkt man: Der Herbst beginnt hier nicht überall gleichzeitig.
Anfang September kämpfst du auf einem Wanderweg an der Mittelmeerküste vielleicht noch mit der Sommerhitze, während im Hochgebirge schon die letzten brauchbaren Wochen der Saison anbrechen. Im Oktober zeigen die Wälder in der westlichen Schwarzmeerregion allmählich ihre Herbstfarben, und südliche Routen wie der Lykische und der Karische Weg werden zunehmend angenehmer zu wandern. Im November rückt auf manchen Höhenwegen bereits der Winter näher, während die Wandersaison an der Ägäis und am Mittelmeer weitergeht.
Bei der Planung lautet die bessere Frage also nicht nur: „Wohin soll ich fahren?“, sondern: „Wohin passt es in welchem Monat?“ Genau darum geht es in diesem Guide.
Auf einen Blick: Welcher Monat passt zu welcher Region?
| Zeitraum | Besonders interessante Regionen | Warum? |
|---|---|---|
| September | Kaçkar-Gebirge und Höhenwege, Kappadokien, Phrygisches Tal | Die Sommerhitze lässt nach, während in höheren Lagen noch nicht überall Winter herrscht. |
| Oktober | Kappadokien, Phrygisches Tal, Küre-Gebirge, Yenice-Wälder, Lykischer Weg | In weiten Teilen der Türkei sind die Bedingungen zum Wandern ausgewogen. |
| Ende Oktober – Anfang November | Yedigöller, Yenice-Wälder, westliche Schwarzmeerregion | Einer der schönsten Zeiträume für kräftige Herbstfarben. |
| November | Lykischer Weg, Karischer Weg, Umgebung von Fethiye, Küsten zwischen Muğla und Antalya | An den südlichen Küsten ist die Sommerhitze vorbei, und das Wandern wird angenehmer. |
Versteh diese Tabelle bitte nicht als festen Fahrplan. Außerdem gibt es in der Türkei natürlich noch viele weitere Routen. Schon ein Wetterumschwung über wenige Wochen kann die Bedingungen deutlich verändern, vor allem in höheren Lagen. Die grobe Richtung lässt sich trotzdem einfach zusammenfassen: Zu Herbstbeginn eher in die Höhe, gegen Herbstende eher nach Süden.
September: Eine der letzten Gelegenheiten für Höhenwege
Eine der schönen Seiten des Septembers ist, dass die brütende Sommerhitze langsam nachlässt. Wobei wir in den letzten Jahren auch gesehen haben, dass sich die Wärme gern etwas länger hält. Trotzdem werden längere Wanderungen in vielen Regionen der Türkei besonders ab der zweiten Monatshälfte wieder angenehmer.
Ein Punkt unterscheidet den September aber von den anderen Herbstmonaten: Wenn du Touren in höheren Lagen planst, solltest du nicht zu lange warten.
Kaçkar-Gebirge und Touren im Hochgebirge
Wenn es dich in eine hoch gelegene Region wie das Kaçkar-Gebirge zieht, denk daran: Die Sommersaison ist dort ohnehin kurz. Laut Culture Routes in Turkey sind die Gipfelrouten und Etappen über hohe Pässe nur von Juli bis September zugänglich. Der September ist auf diesen Routen also bereits der letzte Saisonmonat.
Besonders die erste Septemberhälfte kommt noch für eine Tour infrage. Du solltest aber einplanen, dass das Wetter dort deutlich schneller umschlagen kann. Dieselbe Quelle weist darauf hin, dass die Routen nicht markiert sind und GPS-Wegpunkte auf Anfrage per E-Mail verschickt werden. Die Orientierung liegt damit ganz bei dir.
Wenn deine bisherigen Wanderungen hauptsächlich an der Küste stattgefunden haben, verdienen diese Unterschiede besondere Aufmerksamkeit. In höheren Lagen kann ein klarer Morgen schon wenige Stunden später von Nebel, Regen und einem kräftigen Temperatursturz abgelöst werden. Eine Septembertour im Hochgebirge solltest du deshalb nicht nach dem Motto „Endlich Herbst, endlich angenehm kühl“ planen. Je weiter der Monat voranschreitet, desto schneller schwindet der saisonale Vorteil.
Kappadokien
Wenn du eine Tour mit etwas weniger Risiken durch die Höhenlage suchst, lohnt sich ein Blick nach Kappadokien. Mitten im Sommer stundenlang durch offenes Gelände zu laufen, klingt für mich persönlich nicht besonders verlockend. Im Herbst werden die Täler dagegen deutlich angenehmer, auch für längere Wanderungen. Im Liebestal, in Güllüdere, Kızılçukur, Güvercinlik und Ihlara findest du Touren unterschiedlicher Länge.
Das Schöne an Kappadokien: Du brauchst keine jahrelange Trekkingerfahrung, um hier auf deine Kosten zu kommen. Du musst auch nicht den ganzen Tag mit einem schweren Rucksack unterwegs sein. Fang mit einer mehrstündigen Talwanderung an und verlängere die Strecke, wenn du Lust darauf hast. Deshalb ist die Region auch eine gute Wahl, wenn du im Herbst erst mit dem Wandern anfangen möchtest.
Das Phrygische Tal
Wenn du ab Ende September eine Reise in Richtung Kütahya planst, solltest du das Phrygische Tal auf dem Schirm haben. Frühling und Herbst gelten allgemein als besonders geeignete Jahreszeiten für Wanderungen auf dem Phrygischen Weg.
Eines sollte allerdings klar sein: Wenn du ständig Meerblick wie auf dem Lykischen Weg oder die Hochgebirgslandschaft der Kaçkar-Berge erwartest, wirst du hier vermutlich nicht das finden, was du suchst. Der Reiz des Phrygischen Tals liegt woanders. Offene Landschaften, Felsformationen, historische Wege und phrygische Überreste prägen deine Wanderung. Wenn du Geschichte und Wandern gern miteinander verbindest, ist die Region ab Ende September eine schöne Alternative.
Oktober: Der ausgewogenste Trekkingmonat in der Türkei
Müsste ich einen einzigen Monat zum Wandern in der Türkei auswählen, würde der Oktober ziemlich weit oben auf meiner Liste stehen. Die Sommerhitze ist größtenteils vorbei, und in vielen Regionen haben winterliche Bedingungen noch nicht eingesetzt. Gleichzeitig wird die Auswahl größer: Du kannst in Zentralanatolien wandern, in die westliche Schwarzmeerregion fahren oder dich gegen Monatsende langsam Richtung Ägäis und Mittelmeerküste orientieren.
Küre-Gebirge
Wenn du an die Schwarzmeerküste möchtest, gehört das Küre-Gebirge rund um Bartın und Kastamonu zu den interessanten Herbstzielen. Rund um den Nationalpark gibt es Wälder, Schluchten und Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. GoTürkiye nennt Mai bis November als geeigneten Zeitraum zum Trekking im Küre-Gebirge.
Innerhalb dieser Zeit hat der Oktober seinen ganz eigenen Reiz. Die Temperaturen werden angenehmer zum Wandern, und der Wald nimmt langsam seine Herbstfarben an.
Den Regen solltest du allerdings mit einplanen. Nasses Laub, Matsch und rutschiger Untergrund sind hier durchaus zu erwarten. Gerade bei Abstiegen im Wald lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen, wohin du trittst.
Yenice-Wälder
Eine Liste mit Herbstzielen wäre ohne die Yenice-Wälder in der Provinz Karabük einfach nicht vollständig. Die Gegend dürfte vor allem Menschen gefallen, die gern ausgedehnte Touren durch den Wald machen.
Es gibt verschiedene Wanderstrecken, und der herbstliche Farbwechsel gehört zu den schönsten Seiten der Region. Besonders reizvoll ist deshalb die Zeit von Mitte Oktober bis Anfang November. Einen festen Termin für die Herbstfarben kann dir allerdings niemand seriös versprechen: Je nach Temperaturen und Niederschlägen kann sich die Färbung von Jahr zu Jahr um einige Wochen verschieben. Im Herbst haben außerdem Trail- und Ultraläufe Hochsaison. Der Çenedağ Ultra Trail am 22. November gehört zu den letzten großen Terminen in diesem Kalender.
Wenn du schon bis zu den Yenice-Wäldern fährst, lass Safranbolu am besten nicht aus. Für die historischen Häuser und den Lokum darf es ruhig ein kleiner Umweg sein. Je nach Reiseplan kannst du auch dort übernachten und die Wanderung auf einen anderen Tag legen.
Ende Oktober und Anfang November: Jetzt sind die Waldwege dran
Wenn Herbstwandern für dich auch bedeutet, zwischen gelben, orangefarbenen und roten Bäumen unterwegs zu sein, ist die Zeit von Ende Oktober bis Anfang November besonders interessant. In höheren Lagen werden die Möglichkeiten langsam weniger, dafür rücken jetzt die Waldregionen in den Mittelpunkt.
Yedigöller
Yedigöller in der Provinz Bolu ist eines der bekanntesten Beispiele. Stell dir die Gegend aber nicht als technisch anspruchsvolle Trekkingroute für lange Distanzen vor. Sie eignet sich eher für kürzere Wanderungen, Spaziergänge in der Natur und schöne Herbstlandschaften. Damit ist sie auch eine gut zugängliche Option für deine erste Herbstwanderung.
Ein kleiner Hinweis gehört trotzdem dazu: Plane den Andrang am Wochenende unbedingt mit ein. Yedigöller ist im Herbst sehr beliebt. Du möchtest in Ruhe die Natur genießen und stehst plötzlich mitten im Trubel? Nicht unbedingt das, was man sich vorgestellt hat. Auf stark besuchten Wegen werden auch die Grundregeln für rücksichtsvolles Wandern noch wichtiger.
Ab Oktober geht es Richtung Süden: Der Lykische Weg
Je weiter der Herbst voranschreitet, desto stärker verschiebt sich der Schwerpunkt Richtung Mittelmeer. Eines der schönsten Beispiele dafür ist der Lykische Weg. Die gesamte Strecke von Fethiye in Richtung Antalya zu laufen, ist ein eigenes Projekt. Das Gute daran: Du musst sie gar nicht am Stück bewältigen. Du kannst auch einzelne Abschnitte als mehrtägige Tour oder sogar als Tageswanderung gehen.
Culture Routes in Turkey nennt September bis November als einen der besten Zeiträume für den Lykischen Weg und weist darauf hin, dass es im Sommer für lange Wanderungen zu heiß ist. Ich würde September und November allerdings nicht über einen Kamm scheren. Gerade auf sonnigen, küstennahen Abschnitten kann die Hitze Anfang September noch ziemlich anstrengend sein. Ab Oktober werden die Bedingungen deutlich angenehmer, und auch im November kommen viele Etappen noch infrage.
Zum Beispiel kannst du diese Abschnitte in deine Herbstplanung aufnehmen:
- Fethiye – Kayaköy
- Ovacık – Faralya
- Faralya – Kabak
- die Umgebung von Kaş
- Çıralı – Olympos
Lass dich auf dem Lykischen Weg aber nicht zu dem Gedanken verleiten: „Ich laufe doch am Meer entlang, wie schwer kann das schon sein?“ Manche Abschnitte haben erhebliche Höhenunterschiede, steinigen Untergrund und schmale Pfade. Meerblick macht eine Route eben nicht automatisch leicht.
Es gibt außerdem Reiseveranstalter, die geführte Wanderungen auf einzelnen Abschnitten anbieten. Wenn du ungern allein unterwegs bist oder dir bei der Orientierung noch nicht ganz sicher bist, kannst du dir solche Gruppenangebote ansehen.
November: Der Karische Weg und die südliche Ägäis rücken nach vorn
Im November werden Regen und Kälte im Norden der Türkei deutlicher spürbar, und in höheren Lagen zeigen sich bereits winterliche Bedingungen. Rund um Muğla sieht die Sache dagegen etwas anders aus.
Der Karische Weg
Der Karische Weg ist ein weitläufiges Wegenetz von ungefähr 800 Kilometern. Es erstreckt sich über die Regionen Bozburun, Datça, Gökova und Latmos in den Provinzen Muğla und Aydın. Einer der größten Vorteile für Wanderer ist die lange Saison. Die von Culture Routes in Turkey veröffentlichten Programme für selbstgeführte Wanderungen auf der Bozburun-Halbinsel werden in allen zwölf Monaten angeboten. Eine klassische „Nebensaison“ gibt es dort also fast nicht.
Genau deshalb werden die Küsten der südlichen Ägäis im November besonders interessant. Die Hitze, die Wanderungen im offenen Gelände im Sommer mühsam machen kann, ist vorbei. Gleichzeitig bist du den frühen Winterbedingungen im Hochgebirge weitgehend entkommen. Wenn du Meerblick, antike Wege und kleine Küstenorte magst, gehört der Karische Weg zu den schönsten Optionen für den späten Herbst.
Wie wählst du die passende Region für eine Herbstwanderung?
Wir haben jetzt über ziemlich viele Regionen gesprochen. Du musst sie dir aber nicht alle einzeln merken. Für die Auswahl deiner Herbsttour reicht zunächst eine einfache Orientierung.
Anfang September: Die Zeit in höheren Lagen nutzen
Du kannst die verbleibenden Wochen nutzen, bevor die Saison in den Bergregionen endet. Die Wettervorhersage ist dabei besonders wichtig. Schon ein Temperaturabfall über wenige Tage kann die Bedingungen in höheren Lagen komplett verändern.
Ende September bis Mitte Oktober: Die größte Auswahl
Für mich ist das der unkomplizierteste Teil des Herbstes. Du kannst zwischen ganz unterschiedlichen Landschaften wie Kappadokien, dem Phrygischen Tal und dem Küre-Gebirge wählen. Im Süden werden die Temperaturen langsam ebenfalls angenehmer für längere Touren. Die Bergsaison ist noch nicht überall vorbei, und im Norden hat der Winter noch nicht richtig Einzug gehalten.
Mitte Oktober bis Anfang November: Ab in die Wälder
Wenn du die klassischen gelben und orangefarbenen Herbstlandschaften sehen möchtest, markiere dir diesen Zeitraum im Kalender. Yedigöller, Yenice und die anderen Waldgebiete der westlichen Schwarzmeerregion sind jetzt besonders interessant. Verlass dich aber nicht zu sehr auf ein fixes Datum, wenn du die Farben aus den Fotos erwischen möchtest. Je nach Wetter kann die Herbstfärbung einige Wochen früher oder später einsetzen.
November: An die Ägäis und ans Mittelmeer
Nur weil das Wetter im Norden schwieriger wird, musst du das Wandern nicht aufgeben. Diesmal geht es eben nach Süden. Der Lykische Weg, der Karische Weg und die Routen rund um Fethiye und Muğla rücken in den Vordergrund. Viele Pfade, die du wegen der Hitze im Sommer eher meiden würdest, können im November eine deutlich bessere Wahl sein.
Im Laufe der Saison bewegen wir uns auf der Karte also grob von den höheren Lagen und dem Norden zu den tiefer gelegenen Küsten im Süden und Westen.
Unterschätze beim Herbstwandern das Wetter nicht

Das Schönste am Herbst ist die kühlere Luft. Das Nervigste daran: Man weiß nicht immer, was sie als Nächstes vorhat. Du startest morgens bei Sonnenschein und musst ein paar Stunden später die Regenjacke aus dem Rucksack holen. In den Bergen können noch Nebel und ein kräftiger Temperatursturz dazukommen. Geh deshalb nicht einfach los, weil das Wetter gerade schön aussieht. Prüfe die Vorhersage am Morgen deiner Tour noch einmal und schau dir die Grundregeln für sicheres Trekking an.
Dein Rucksack sollte im Herbst auch etwas anders gepackt sein als bei einer Sommerwanderung. Mindestens diese Dinge gehören hinein:
- eine leichte Regenjacke,
- schnell trocknende Kleidung,
- eine leichte zusätzliche Wärmeschicht,
- ausreichend Wasser,
- eine Offline-Karte oder ein GPS-Gerät,
- eine Stirnlampe.
Gerade die Stirnlampe solltest du nicht unterschätzen. Wenn du den ganzen Sommer stundenlang bei Tageslicht unterwegs warst, übersiehst du leicht, wie früh es im Herbst dunkel wird. Die Tour dauert eine Stunde länger als gedacht, du bleibst hier und da noch etwas stehen, und plötzlich versuchst du, die letzten Kilometer im Dunkeln zu schaffen. Eine kleine Stirnlampe braucht kaum Platz und kann in so einem Moment zum wertvollsten Ausrüstungsstück des Tages werden.
Auch die Hose ist bei Herbstwanderungen mindestens so wichtig wie die Jacke. Wenn es morgens kühl, mittags warm und am späten Nachmittag regnerisch ist, passt ein mittelschweres, schnell trocknendes und leicht wasserabweisendes Modell gut. In unserem Guide zur Auswahl einer Trekkinghose gehen wir genauer auf Material, Wasserabweisung und Bewegungsfreiheit ein.
Bei den Schuhen musst du nicht automatisch zu einem Gore-Tex-Modell wechseln, nur weil Oktober oder November im Kalender steht. Eine dreistündige Wanderung auf trockenem Boden in Kappadokien stellt andere Anforderungen als eine Tour durch die Yenice-Wälder nach mehreren Regentagen. Entscheide deshalb eher nach Route, Untergrund und Wettervorhersage als allein nach der Jahreszeit.
Bei nassen und kühlen Bedingungen können passende Trekkingsocken, die deine Füße trocken halten, oft mehr bringen als ein Schuhwechsel. Wenn du deine Ausrüstung zum Saisonwechsel durchgehen möchtest, schau auch in unseren Beitrag über Outdoor-Ausrüstung zum Saisonende.
Welcher Herbstmonat ist denn nun am besten zum Trekking?
Eine Antwort, die für alle passt, gibt es nicht. Müsste ich allgemein einen Monat auswählen, wäre der Oktober für mich eine der ausgewogensten Optionen. Zwar nähert sich die Hochgebirgssaison ihrem Ende, doch in weiten Teilen der Türkei kannst du noch wandern: Im Norden färben sich die Wälder, in Zentralanatolien sinken die Temperaturen, und an der Ägäis und am Mittelmeer verliert die Sommerhitze ihre Kraft.
Steht deine Zielregion schon fest, fällt die Antwort anders aus. Für Bergtouren passt eher der September, für Herbstwälder eher Ende Oktober und für südliche Routen wie den Lykischen oder Karischen Weg eher Oktober bis November.
Genau das gefällt mir an der Planung von Herbstwanderungen: Während die Saison in einer Region endet, beginnt sie in einer anderen gerade erst. Im September schaust du dir vielleicht die Kaçkar-Berge an, ein paar Wochen später die Yenice-Wälder und im November den Lykischen oder Karischen Weg. Der Herbst bedeutet also nicht das Ende der Wandersaison. Du musst nur die Route auf der Karte etwas verschieben.
Bevor du den Rucksack packst, geh deshalb in der richtigen Reihenfolge vor: Erst den Termin festlegen, dann die passende Route auswählen. Andersherum kann es dir im Herbst passieren, dass du einen wunderschönen Weg zur völlig falschen Zeit wanderst.