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Rückschlagsportarten

Was ist Padel? Regeln, Spielfeld und die Unterschiede zum Tennis

Advenway 21. Juli 2026 Aktualisiert am 20. Oktober 2026 Teilen f W X P @
Spieler bereitet sich auf einem Padel-Court mit Glaswänden auf den Aufschlag von unten vor

Wenn du dich in letzter Zeit für Rückschlagsportarten interessiert hast, ist dir ein Wort wahrscheinlich öfter begegnet. Und damit meine ich nicht Tennis, woran die meisten zuerst denken. Die Rede ist von Padel. Auf den ersten Blick sieht es vielleicht wie eine Tennisvariante auf einem kleineren Platz aus. Mit seinem eigenen Court, den Glaswänden, speziellen Schlägern und einer anderen Spielstrategie ist Padel aber eine eigenständige Sportart.

Die ähnliche Zählweise lässt zunächst vermuten, dass die Unterschiede zum Tennis nicht besonders groß sind. Sobald du selbst auf dem Court stehst, können die Wände und der Aufschlag von unten allerdings ungewohnt sein.

Schön an Padel ist auch, dass es meistens im Doppel gespielt wird. Mit Freunden oder deinem Partner kann daraus eine richtig unterhaltsame gemeinsame Aktivität werden.

Was genau ist Padel, wie wird es gespielt und welche Ausrüstung brauchst du? In diesem Ratgeber schauen wir uns die Grundregeln, den Court, die Schläger und die Unterschiede zum Tennis an.

Was ist Padel?

Padel ist eine Rückschlagsportart, die Eigenschaften von Tennis und Squash verbindet. Gespielt wird auf einem rechteckigen Court, der durch ein Netz geteilt und von Glaswänden sowie Metallgitterelementen umschlossen ist.

Wie beim Tennis möchtest du den Ball über das Netz auf die gegnerische Seite spielen, sodass das andere Team ihn nicht regelgerecht zurückschlagen kann.

Der auffälligste und anfangs oft schwierigste Unterschied: Die Wände hinter und neben dir gehören zum Spiel. Nachdem der Ball einmal auf dem Boden aufgesprungen ist, darf er von der Glaswand abprallen. Du kannst ihn anschließend zurückspielen, bevor er ein zweites Mal den Boden berührt.

Deshalb geht es beim Padel nicht einfach darum, möglichst hart zuzuschlagen. Deine Position ist wichtig. Genauso zählen die Kommunikation im Team, das Einschätzen der Wandabpraller und ein geduldiges Spiel.

Typisch für Padel sind:

  • Zwei Personen spielen gegen zwei Personen.
  • Der Court ist kleiner als ein Tennisplatz.
  • Gespielt wird mit speziellen, gelochten Schlägern ohne Saiten.
  • Der Ballwechsel beginnt mit einem Aufschlag von unten.
  • Glaswände und Metallgitter können nach den jeweiligen Regeln Teil des Ballwechsels sein.

Diese Mischung macht Padel zu einem geselligen und zugleich taktischen Sport.

Wie ist Padel entstanden?

Die Geschichte beginnt 1969 im mexikanischen Acapulco. Laut der International Padel Federation entstand die Sportart eher unbeabsichtigt durch Enrique Corcuera.

Eigentlich wollte Corcuera einen Tennisplatz in seinem Garten bauen. Dafür reichte der Platz allerdings nicht aus.

Also ließ er einen etwa 20 Meter langen und 10 Meter breiten Court anlegen. Damit die Bälle nicht ständig in der Umgebung landeten, umschloss er ihn mit Wänden. Mit der Zeit wurden diese Wände Teil des Spiels.

Die ersten Regeln soll seine Frau Viviana aufgeschrieben haben. Später verbreitete sich Padel vor allem in Spanien und Argentinien.

Wen die beiden kannten und wem sie das Spiel zuerst gezeigt haben, weiß ich nicht. Aber offenbar haben sie einiges richtig gemacht. Heute wird Padel weltweit sowohl im Freizeitbereich als auch professionell gespielt.

Wie sieht ein Padel-Court aus?

Padel-Court von oben: Glaswände, Netz und vier Spieler im Doppel

Ein Standardcourt ist 20 Meter lang und 10 Meter breit. Das Netz in der Mitte teilt ihn in zwei gleich große Hälften. Damit ist er deutlich kleiner als ein normaler Tennisplatz.

Weil weniger Raum zur Verfügung steht, sind die Spieler näher beieinander. Du musst schnell reagieren und dich im Doppel mit deinem Partner abstimmen.

Zu den wichtigsten Bestandteilen gehören:

  • Ein Netz in der Mitte, ähnlich einem Tennisnetz.
  • Die Aufschlaglinien.
  • Glaswände an den Rückseiten.
  • Glas- und Metallgitterelemente an den Seiten.
  • Bei manchen Courts Zugänge, durch die regelgerechtes Spiel außerhalb des Courts möglich ist.

Nach den Regeln der International Padel Federation betragen die Innenmaße 10 × 20 Meter. Die Rückwände sind üblicherweise 3 Meter hoch. Darüber können Metallgitter die Gesamthöhe erweitern.

Wie werden die Glaswände im Spiel genutzt?

Die Glaswände verhindern nicht nur, dass der Ball den Court verlässt. Sie sind ein aktiver Teil des Spiels.

Wenn ein gegnerischer Ball zuerst auf deiner Seite auf dem Boden aufspringt und danach die Glaswand berührt, läuft der Ballwechsel weiter. Du darfst ihn zurückspielen, solange er nicht zum zweiten Mal den Boden berührt hat.

Ein einfaches Beispiel:

  • Der Ball springt auf deiner Seite auf.
  • Er prallt von der hinteren Glaswand ab.
  • Du verfolgst seine neue Flugbahn und schlägst ihn zurück.

Trifft dein Schlag dagegen direkt die gegnerische Glaswand oder das Metallgitter, bevor der Ball dort auf dem Boden aufgesprungen ist, ist er ungültig.

Sich an die Wände zu gewöhnen kann anfangs schwierig sein. Viele Einsteiger möchten jeden Ball schlagen, bevor er das Glas erreicht. In manchen Situationen macht es dir das Leben aber leichter, den Rückprall abzuwarten.

Genau das gehört zu den wichtigsten Unterschieden zum Tennis: Manchmal hilft dir etwas Geduld mehr, als den Ball möglichst früh zu nehmen.

Wie spielt man Padel?

Normalerweise spielen vier Personen in zwei Zweierteams. Ziel ist es, den Ball so auf die gegnerische Seite zu bringen, dass das andere Team keinen gültigen Rückschlag schafft.

Während eines Ballwechsels gilt:

  • Der Ball darf auf einer Seite höchstens einmal auf dem Boden aufspringen, bevor er zurückgespielt wird.
  • Nach dem Bodenkontakt darf er Glas oder Metallgitter berühren.
  • Du darfst ihn auch direkt aus der Luft als Volley spielen.
  • Du kannst den Ball über deine eigene Glaswand auf die gegnerische Seite zurückspielen.
  • Beim zweiten Bodenkontakt ist der Punkt vorbei.

Dein Rückschlag muss über das Netz auf die gegnerische Seite gelangen. Wird er dort nicht volley genommen, muss er zuerst auf dem Boden landen, bevor er eine Wand berührt. Springt er erst auf und trifft danach die Wand, geht der Ballwechsel weiter.

Wie funktioniert der Aufschlag beim Padel?

Einer der größten Unterschiede zum Tennis ist der Aufschlag. Beim Tennis wird er normalerweise über Kopf ausgeführt, beim Padel von unten.

Beim Aufschlag:

  • Stehst du hinter der Aufschlaglinie.
  • Lässt du den Ball einmal auf deiner Seite aufspringen.
  • Triffst du ihn auf Hüfthöhe oder darunter.
  • Spielst du ihn diagonal ins gegenüberliegende Aufschlagfeld.

Der erste Aufschlag erfolgt von rechts. Danach wechseln sich rechte und linke Seite ab. Wie beim Tennis hast du zwei Versuche. Ist der erste Aufschlag fehlerhaft, bleibt dir ein zweiter.

Springt der Aufschlag korrekt im gegnerischen Aufschlagfeld auf und berührt danach die Glaswand, ist er gültig. Berührt er nach dem Aufspringen das Metallgitter, ist es ein Aufschlagfehler.

Meist soll der Aufschlag nicht sofort den Punkt bringen. Vielmehr schaffst du dir damit eine gute Ausgangslage, um ans Netz vorzurücken. Platzierung und Bewegung nach dem Aufschlag zählen deshalb mindestens so sehr wie Tempo.

Wie wird beim Padel gezählt?

Die Zählweise ähnelt Tennis. Innerhalb eines Spiels geht es so weiter:

  • 0
  • 15
  • 30
  • 40
  • Spiel

Erreichen beide Teams 40, steht es Einstand, auch „Deuce“ genannt. In der traditionellen Zählweise muss ein Team ab diesem Punkt zwei Punkte hintereinander gewinnen.

Für einen Satz brauchst du normalerweise sechs Spiele und mindestens zwei Spiele Vorsprung. Bei 6:6 kann ein Tiebreak gespielt werden.

Viele Begegnungen werden auf zwei Gewinnsätze gespielt. Wer zuerst zwei Sätze gewinnt, gewinnt das Match.

Bei manchen Turnieren oder Freizeitspielen kommt die „Golden-Point“-Regel zum Einsatz. Dann entscheidet bei 40:40 ein einzelner Punkt über das Spiel. Frage deshalb vor dem Match nach, welches System verwendet wird. Es kann anders sein, als du es gewohnt bist. Eine gesellige Variante, bei der jeder Ballwechsel als ein Punkt zählt und die Partner nach jeder Runde wechseln, erklären wir im Artikel Was ist Padel Americano?.

Wie unterscheiden sich Padel- und Tennisschläger?

Wenn du einen Padelschläger mit einem Tennisschläger vergleichst, fällt zuerst auf: Der Padelschläger hat keine Saiten.

Stattdessen besitzt er eine feste Schlagfläche mit Löchern. Häufig besteht er aus einer Kombination aus Carbon oder Glasfaser und einem schaumartigen Kern.

Ein Tennisschläger dagegen:

  • Hat einen längeren Griff.
  • Besitzt einen größeren Schlägerkopf.
  • Hat eine besaitete Schlagfläche.
  • Eignet sich für größere und längere Schwungbewegungen.

Padelschläger sind kürzer und kompakter. Dadurch lassen sie sich auf engem Raum schnell führen. Die Saiten eines Tennisschlägers geben stärker nach und bieten das Potenzial für höhere Ballgeschwindigkeiten.

Welche Formen gibt es bei Padelschlägern?

Wenn du einen Schläger kaufen möchtest oder am Court verschiedene Modelle ausprobierst, begegnen dir vor allem drei Formen.

Runde Schläger

Sie haben einen großen Sweetspot, also einen Bereich, in dem sich der Ball besonders gut treffen lässt. Weil sie leichter zu kontrollieren sind, werden sie häufig für Einsteiger empfohlen.

Tropfenförmige Schläger

Sie bieten einen Mittelweg zwischen Kontrolle und Power. Interessant werden sie oft, wenn du schon etwas Erfahrung gesammelt hast.

Diamantförmige Schläger

Ihr Schwerpunkt liegt näher am Schlägerkopf. Das kann kraftvolle Schläge unterstützen, macht die Kontrolle aber schwieriger. Meist richten sie sich an fortgeschrittene Spieler.

Für Einsteiger werden häufig runde, eher grifflastige Modelle mit etwa 340–360 Gramm empfohlen. Welches Gewicht angenehm ist, unterscheidet sich aber von Person zu Person. Nur weil jemand einen bestimmten Schläger empfiehlt, muss er nicht automatisch auch zu dir passen. Verschiedene Modelle auszuprobieren hilft dir, deinen eigenen Favoriten zu finden.

Am Griff befindet sich außerdem eine Sicherheitsschlaufe fürs Handgelenk. Sie beim Spielen zu tragen ist für dich und alle um dich herum wichtig.

Anfangs wirkt sie vielleicht unnötig. Sie hat aber ihren Sinn. Wenn du bei YouTube „padel fails“ eingibst, bekommst du schnell eine Vorstellung davon, was ohne Schlaufe passieren kann.

Sind Padelbälle und Tennisbälle gleich?

Sie sehen sich ähnlich, sind aber nicht identisch.

Padelbälle haben normalerweise einen geringeren Innendruck als Tennisbälle. Dadurch verhalten sie sich auf dem Court kontrollierter und prallen so vom Glas ab, dass es zum Spiel passt.

Am Anfang bemerkst du den Unterschied vielleicht nicht sofort. Der Balldruck beeinflusst aber das Tempo und die Wandabpraller deutlich.

Für einen lockeren ersten Versuch lässt sich zwar auch mit Tennisbällen spielen. Wenn du regelmäßig trainierst, solltest du Bälle verwenden, die für Padel gedacht sind.

Was unterscheidet Padel von Tennis?

Die Zählweise ist ähnlich, die Spielidee unterscheidet sich trotzdem.

Merkmal Padel Tennis
Spielform Meist Doppel Einzel oder Doppel
Spielfeld 10 × 20 Meter, von Wänden und Gittern umschlossen Größerer Platz ohne spielbare Umfassungswände
Wandspiel Glaswände gehören zum Spiel Keine Wände im Spiel
Schläger Kurz, gelocht und ohne Saiten Länger und besaitet
Aufschlag Von unten Meist über Kopf
Spielweise Positionierung, Geduld und Teamspiel Kraft, Spin und Platzkontrolle
Einstieg Die Grundlagen sind vergleichsweise zugänglich Die technische Entwicklung kann mehr Zeit brauchen

Durch den kleineren Court kommen Einsteiger beim Padel oft häufiger an den Ball. Auch der Aufschlag von unten erleichtert den Start.

Padel wirklich zu beherrschen ist deshalb aber noch lange nicht einfach. Wandabpraller lesen, die Netzposition halten, Lobs einsetzen und sich im Team bewegen sind Fähigkeiten, die sich mit der Zeit entwickeln.

Wie gelingt dir der Wechsel vom Tennis zu Padel?

Wenn du schon Tennis spielst, findest du dich beim Padel möglicherweise schneller zurecht als jemand ganz ohne Erfahrung mit Rückschlagsportarten.

Das Zusammenspiel von Schläger und Ball, grundlegende Volleys und die Beinarbeit werden dir vertraut vorkommen. Manche Gewohnheiten aus dem Tennis können dir allerdings im Weg stehen. Du musst also ein paar Bewegungen anpassen oder ganz loslassen.

Mach deine Schwünge kompakter

Beim Tennis nutzt du besonders von der Grundlinie aus vielleicht lange, weite Ausholbewegungen.

Auf dem kleineren Padel-Court kommt der Ball schneller zurück. Kompakte Bewegungen sind deshalb oft wirkungsvoller. Holst du zu weit aus, bist du bei schnellen Bällen leicht zu spät.

Versuche nicht, jeden Ball hart zu schlagen

Vergiss die Glaswand nicht. Ein harter Ball kann von der Rückwand so zurückspringen, dass dein Gegner ihn bequem erreicht. Kraft bringt also nicht immer einen Vorteil. Wichtiger ist, den Ball kontrolliert in den richtigen Bereich zu spielen.

Sieh die Wand nicht als Gegner

Der erste Reflex vieler Tennisspieler ist, den Ball unbedingt vor dem hinteren Glas zu treffen. Das ist eine verständliche Gewohnheit. Beim Padel kann die Wand deine Verteidigung aber unterstützen. Wartest du den Rückprall ab, kommt ein schwieriger Ball womöglich auf eine angenehmere Schlaghöhe.

Mit der Wand spielen zu lernen oder sie zumindest nicht als Hindernis zu betrachten hilft dir beim Einstieg.

Geh gemeinsam mit deinem Partner ans Netz

Tennisspieler sind es oft gewohnt, eine große Fläche allein abzudecken. Padel wird dagegen überwiegend im Zweierteam gespielt.

Beide sollten nebeneinander und auf ähnlicher Höhe agieren. Geht eine Person ans Netz und die andere bleibt hinten, entstehen große Lücken für das gegnerische Team.

Bei Bällen durch die Mitte miteinander zu sprechen, bei Lobs gemeinsam zurückzugehen und zusammen ans Netz vorzurücken ist deshalb besonders wichtig.

Auch mit viel Tenniserfahrung wird ein wirkungsvolles Padelspiel schwierig, wenn die Abstimmung im Team fehlt.

Welche Ausrüstung brauchst du für Padel?

Padelschläger, Handgelenkschlaufe, Courtschuh und Padelball auf einem blauen Court

Für den Anfang brauchst du nicht besonders viel.

Padelschläger

Du musst vor deiner ersten Stunde keinen Schläger kaufen. Viele Anlagen verleihen Schläger oder bieten Testmodelle an. Frage bei der Buchung nach, ob das möglich und im Unterrichtspreis enthalten ist.

Wenn du später kaufst, kommt ein runder, kontrollorientierter und nicht zu schwerer Anfängerschläger infrage. Ich würde vorher aber erst einmal Leihmaterial nutzen. Du weißt schließlich noch nicht sicher, ob dir der Sport gefällt und ob du regelmäßig spielen kannst. Außerdem kannst du so unterschiedliche Modelle kennenlernen.

Bei meiner Recherche begannen die Preise bei einigen Tausend türkischen Lira und reichten bis etwa 20.000–30.000 TL. Vielleicht gibt es noch teurere Modelle; ich habe mir damals nur bis zu dieser Preisklasse einen Überblick verschafft.

Padelbälle

Verwende Padelbälle. Sie ähneln Tennisbällen, unterscheiden sich aber beim Innendruck. Meist werden sie in Dreierdosen verkauft.

Geeignete Sportschuhe

Beim Padel gibt es viele Richtungswechsel, kurze Antritte und abrupte Stopps. Schuhe mit gutem seitlichem Halt sind deshalb wichtig.

Für einen ersten Versuch können saubere Tennis- oder andere geeignete Courtschuhe ausreichen. Wenn du regelmäßig spielst, lohnt sich ein Modell mit passendem Grip für den jeweiligen Padelbelag.

Laufschuhe sind überwiegend für Vorwärtsbewegungen gebaut und bieten bei schnellen Seitwärtsschritten möglicherweise nicht genug Unterstützung. Gerade für regelmäßiges Spielen ist ein Courtschuh mit gutem seitlichem Halt die bessere Wahl.

Bequeme Sportkleidung

Ein T-Shirt, Shorts oder Leggings, die deine Bewegung nicht einschränken, reichen aus. Padel wird draußen und in Hallen gespielt. Passe deine Kleidung deshalb an Umgebung und Wetter an.

An sonnigen Tagen im Freien sind auch eine Kappe, Sonnencreme und eine Wasserflasche sinnvoll.

Sicherheitsschlaufe

Die Schlaufe am Griff gehört während des gesamten Spiels ans Handgelenk. Sie hilft zu verhindern, dass ein aus der Hand rutschender Schläger andere Spieler verletzt.

Was erwartet dich in deiner ersten Padelstunde?

Wahrscheinlich beginnt deine erste Stunde nicht mit einer Flut technischer Details. Zunächst erklärt dir dein Trainer das Spielziel, die Griffhaltung, kontrollierten Ballkontakt und die grundlegende Aufteilung des Courts.

Die ersten Schläge werden vermutlich nicht alle gelingen. Lass dir davon nicht die Laune verderben.

Häufig geht es in der ersten Stunde um:

  • Die richtige Griffhaltung.
  • Vorhand und Rückhand.
  • Den Aufschlag von unten.
  • Einfache Volleys.
  • Die Position auf dem Court.
  • Leichte Bälle nach dem Glasabprall.
  • Gemeinsame Bewegungen mit dem Partner.
  • Kurze Übungen mit Punkten.

Gerade die Bälle vom Glas können dich anfangs irritieren. Du denkst vielleicht, der Ball kommt direkt auf dich zu, und nach dem Wandkontakt ändern sich Richtung und Tempo. Mit der Zeit gewöhnst du dich daran, und das Spiel macht mehr Spaß.

Versuche zunächst, den Abpraller zu beobachten, statt hektisch zum Ball zu laufen. Nach einigen Stunden kannst du die Flugbahn möglicherweise schon besser einschätzen.

Konzentriere dich anfangs lieber darauf, den Ball im Spiel zu halten und eine gute Position zu finden, als möglichst viele Punkte oder harte Schmetterbälle zu schaffen.

Ist Padel für Anfänger schwierig?

Einer der größten Vorteile ist, dass die Grundlagen oft leichter zugänglich sind als bei manchen anderen Rückschlagsportarten. Wenn du Tennis ausprobiert und dich damit schwergetan hast, kann Padel einen Versuch wert sein.

Der Aufschlag von unten, der kleinere Court und das Doppelspiel können längere Ballwechsel erleichtern. Es muss dich also nicht überraschen, wenn du schon nach der ersten oder zweiten Stunde ein kurzes Match spielen kannst.

Mit steigendem Niveau werden anspruchsvollere Fähigkeiten wichtig:

  • Glasabpraller vorauszusehen.
  • Auf Lobs richtig zu reagieren.
  • Die Netzposition zu halten.
  • Volleys gezielt zu platzieren.
  • Sich mit dem Partner abzustimmen.
  • Den Rückprall nach einem Smash einzuschätzen.

Die Einstiegshürde ist vergleichsweise niedrig. Gleichzeitig bleibt sehr viel Raum, um besser zu werden.

Padel oder Pickleball?

Wenn du nach einer neuen Rückschlagsportart suchst, begegnen dir wahrscheinlich Padel und Pickleball. Beide haben in den letzten Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Weil ihre Grundlagen relativ zugänglich sind, werden sie manchmal miteinander verwechselt. Court und Spielcharakter unterscheiden sich jedoch.

Pickleball wird auf einem kleineren Platz ohne spielbare Umfassungswände mit einem gelochten Kunststoffball gespielt. Padel nutzt einen druckgefüllten Ball, der einem Tennisball ähnelt, und einen größeren, von Glaswänden umschlossenen Court.

Beim Padel sind Wandabpraller zentral. Beim Pickleball prägen das Spiel am Netz und die Regeln der sogenannten „Kitchen“ das Geschehen stärker.

Mehr dazu findest du in unserem Artikel Was ist Pickleball? Die beliebte Rückschlagsportart im Überblick.

Für wen eignet sich Padel?

Padel kann für unterschiedliche Altersgruppen und Fitnessniveaus geeignet sein.

Wenn du einen geselligen Sport suchst, regelmäßig etwas mit Freunden unternehmen möchtest, Teamspiele magst oder den Einstieg ins Tennis bisher etwas einschüchternd fandest, könntest du Padel ausprobieren.

Mit Tennis- oder Squasherfahrung gewöhnst du dich möglicherweise schneller an die Koordination von Schläger und Ball.

Der Court ist zwar kleiner, und du legst weniger weite Laufwege zurück als beim Tennis. Gemütlich ist Padel deshalb aber nicht automatisch. Kurze Sprints, schnelle Richtungswechsel, tiefe Bälle und wiederholte Volleys können während eines Matches ordentlich anstrengend werden.

Bei bestehenden Problemen mit Knien, Sprunggelenken, Schultern oder Ellenbogen kann es sinnvoll sein, vor dem Einstieg abklären zu lassen, welche Belastung zu deinem Gesundheitszustand passt.

Was solltest du vor dem ersten Spiel wissen?

Wenn du inzwischen Lust auf Padel hast, kommen hier noch ein paar Dinge, die dir den Einstieg angenehmer machen:

  • Nutze zunächst einen Leihschläger, statt sofort ein teures Modell zu kaufen.
  • Lass dir Zeit, wenn der Ball vom Glas zurückkommt.
  • Sprich regelmäßig mit deinem Partner.
  • Halte den Ball im Spiel, statt jeden Schlag mit voller Kraft zu spielen.
  • Rückt gemeinsam ans Netz vor.
  • Geht bei einem Lob zusammen nach hinten.
  • Trage die Sicherheitsschlaufe immer am Handgelenk.
  • Wähle Courtschuhe mit seitlichem Halt statt Laufschuhe.
  • Wärme dich vor dem Match kurz auf.

Dein erstes Ziel sollte sein, den Ball über ein paar Schläge hinweg im Spiel zu halten. Mit besserer Kontrolle kannst du später Tempo und Angriffsschläge ergänzen.

Lohnt es sich, Padel auszuprobieren?

Ich finde: auf jeden Fall. Besonders mit Freunden oder deinem Partner kann daraus eine richtig schöne gemeinsame Aktivität werden.

Auch in der Türkei, vor allem in Istanbul, entstehen mehr Padel-Courts. Dadurch wird es einfacher, den Sport kennenzulernen.

Wenn man die Tenniszählweise, das an Squash erinnernde Wandspiel und die Zusammenarbeit im Doppel zusammennimmt, entsteht eine ziemlich dynamische Mischung.

Ich selbst wollte jahrelang Tennis spielen, habe mich aber nie so richtig daran gewagt. Die Zeit und der Aufwand, die es braucht, um gut zu werden, haben mich im Alltag etwas abgeschreckt. Für mich wirkte es nicht wie ein Sport, bei dem man mit einer Stunde Unterricht pro Woche schnell vorankommt.

Padel schließt diese Lücke für mich zumindest ein Stück weit. Wobei „ein Stück weit“ eigentlich untertrieben ist. Das heißt natürlich nicht, dass Tennis endgültig vom Tisch ist. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Artikel.

Noch unsicher, ob Padel oder ein anderer Sport zu dir passt? Unser Test „Welche Sportart passt zu dir?“ schlägt dir mit sieben Fragen passende Sportarten vor und zeigt, wo du in deiner Provinz anfangen kannst.

Autor Advenway IG P YT f X

Ich bin der Gründer von Advenway und schreibe die Inhalte dieser Plattform. Aus meiner Neugier auf Sport, Natur und neue Entdeckungen entstehen Ratgeber zu verschiedenen Sportarten, Tourentipps und Beiträge rund um die Ausrüstung. Dabei teile ich meine Recherchen und persönlichen Erfahrungen verständlich und mit Blick auf das, was dir in der Praxis weiterhilft. Mein Ziel ist es, dich bei gut informierten Entscheidungen zu unterstützen – ob du eine neue Sportart ausprobieren oder dein nächstes Abenteuer planen möchtest.