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Wassersport

10 Dinge, die du vor deiner ersten Surfstunde wissen solltest

Advenway 1. August 2026 Aktualisiert am 1. November 2026 Teilen f W X P @
Erste Surfstunde: Ratgeber für Anfänger

Wenn ich als Kind in Filmen Menschen beim Surfen gesehen habe, war ich insgeheim ein bisschen neidisch. Sie sahen einfach unglaublich cool aus. Seitdem sind einige Jahre vergangen, aber meine Meinung hat sich kaum geändert. Für mich gehört Surfen immer noch zu den Sportarten, die besonders viel Freiheit vermitteln. Vielleicht bleibt die erste Surfstunde deshalb so vielen Menschen lange in Erinnerung.

Sonne. Sand. Wellen. Und das Meer.

Für mich steht Surfen ziemlich genau für Freiheit. Wenn du darüber nachdenkst, es selbst auszuprobieren, gehen dir aber wahrscheinlich auch ein paar Fragen durch den Kopf.

Zum Beispiel:

  • Was ziehe ich an?
  • Wie wird das passende Board ausgewählt?
  • Schaffe ich es wirklich, schon in der ersten Stunde aufzustehen?
  • Muss ich schwimmen können?
  • Worauf muss ich im Meer achten?

Solche Fragen sind völlig normal, wenn du eine Sportart noch nie ausprobiert hast. Schauen wir uns also an, was du vor deiner ersten Surfstunde wissen solltest.

1. Erwarte nicht, dass nach einer Stunde alles perfekt klappt

Vom Strand aus kann Surfen ziemlich einfach aussehen. In der ersten Stunde machen die meisten allerdings sehr ähnliche Erfahrungen.

Das Gleichgewicht finden. Die richtige Position auf dem Board einnehmen. Sich im passenden Moment mit der Welle bewegen.

Das Ziel der ersten Stunde ist nicht, gleich richtig gut surfen zu können. Das wäre nach einer einzigen Stunde ohnehin unrealistisch. Es geht erst einmal darum, die Grundlagen zu verstehen: wie du auf dem Board liegst, wann du aufstehst und wie du dich sicher im Wasser bewegst.

Und „erst einmal“ ist hier entscheidend. Niemand erwartet, dass du am Ende der Stunde alles fehlerfrei beherrschst. Wenn du aufstehen kannst, wunderbar. Wenn nicht, lass dich nicht entmutigen. Surfen zu lernen braucht Geduld.

2. Schwimmen zu können ist wichtig

Surfstunden finden normalerweise in einem kontrollierten Bereich und unter Anleitung statt. Trotzdem bist du im Meer. Das solltest du nicht vergessen. Grundlegende Schwimmkenntnisse sind deshalb wichtig. Du musst nicht wie ein Profi schwimmen können. Du solltest aber im Wasser ruhig bleiben, kurze Strecken schwimmen können und dich sicher fühlen. Falls du beim Schwimmen unsicher bist, sprich unbedingt vor der Stunde mit deinem Surflehrer darüber.

3. Für die erste Surfstunde brauchst du kein eigenes Board

Bei manchen Sportarten kannst du dir schon vor dem ersten Training deine eigene Ausrüstung zulegen.

Surflehrerin korrigiert am Strand die Position eines Anfängers auf dem Board

Beim Surfen ist das anders. Niemand erwartet, dass du zur ersten Stunde mit einem eigenen Board unter dem Arm auftauchst. Diesen Punkt kannst du also schon mal von deiner Sorgenliste streichen. Die meisten Surfschulen stellen anfängertaugliche Boards im Rahmen des Unterrichts bereit oder verleihen sie. Du musst vor deiner ersten Stunde also noch nicht grübeln, ob es ein Longboard oder ein Shortboard werden soll.

Diese Frage wird interessant, wenn du dich entscheidest, dranzubleiben. Selbst wenn du regelmäßig surfst, musst du nicht sofort ein Board kaufen. Viele Schulen und Surfzentren bieten einen Ausrüstungsverleih an.

4. Die richtige Kleidung macht einen großen Unterschied

Was du in deiner Surfstunde trägst, hängt vor allem vom Wetter und von der Wassertemperatur ab. Bei warmen Bedingungen können Badekleidung, Boardshorts oder ein Rashguard ausreichen. Ein Rashguard hilft beim Sonnenschutz und verringert die Reibung zwischen deiner Haut und dem Board. In kühlerem Wasser brauchst du möglicherweise einen Neoprenanzug.

Wichtig ist vor allem, dass deine Kleidung dich nicht in deinen Bewegungen einschränkt und sich im Wasser angenehm anfühlt. Ein Baumwoll-T-Shirt saugt sich zum Beispiel mit Wasser voll und wird schwer. Das macht Bewegungen anstrengender und ist auf Dauer ziemlich unbequem. Für die ersten Stunden kannst du passende Kleidung häufig ebenfalls ausleihen. Wenn du merkst, dass dir Surfen wirklich Spaß macht, kannst du später immer noch eigene Ausrüstung kaufen. Wenn du über einen felsigen Uferabschnitt statt über einen Sandstrand ins Wasser gehst, schützen Wasserschuhe deine Füße vor scharfen Steinen und Seeigeln.

5. Unterschätze die Sonne nicht

Beim Surfen vergisst du schnell die Zeit. Und weil du im Wasser bist, merkst du oft gar nicht, wie stark die Sonne ist. Der Sonnenbrand meldet sich dann möglicherweise erst am Abend zu Wort. Denk deshalb an wasserfeste Sonnencreme und trage möglichst einen Rashguard mit UV-Schutz.

6. Die Surfstunde beginnt mit Sicherheit, nicht mit der ersten Welle

In deiner ersten Surfstunde geht es normalerweise nicht direkt ins Wasser, um Wellen zu erwischen. Zuerst kommen die Sicherheitsregeln.

Wie du das Board trägst. Wie du im Wasser Abstand zu anderen hältst. Worauf du beim Fallen achten solltest. Wie du dein Board unter Kontrolle behältst. Das klingt im ersten Moment vielleicht nach dem weniger spannenden Teil. Schließlich wollen alle möglichst schnell ins Meer und die erste Welle erwischen. Doch genau dieser Teil gehört zu den wichtigsten der ganzen Stunde.

Surfen wirkt wie ein Einzelsport, aber im Meer bist du nicht allein. Um dich herum können andere Surfer, Schwimmer und Menschen unterwegs sein, die andere Wassersportarten ausüben. Sicheres Verhalten im Wasser ist deshalb genauso wichtig wie das Aufstehen auf dem Board.

7. Fallen gehört dazu

In deiner ersten Surfstunde wirst du ins Wasser fallen. Wahrscheinlich mehr als einmal. Vielleicht bist du irgendwann sogar frustriert und denkst: „Ich kriege das einfach nicht hin.“

Denk daran: Alle lernen auch durchs Fallen. Und das betrifft nicht nur Anfänger. Selbst erfahrene Surfer fallen gelegentlich vom Board. Es ist ein ganz normaler Teil des Surfens.

8. Surfen kann anstrengender sein, als du denkst

Surfen besteht nicht nur daraus, auf einem Board zu stehen. Du paddelst, bereitest dich auf die nächste Welle vor, kehrst zum Ausgangspunkt zurück, versuchst aufzustehen und hältst dabei ständig dein Gleichgewicht.

Das alles kostet mehr Energie, als es von außen aussieht. Besonders Schultern, Rücken, Rumpfmuskulatur und Beine arbeiten mit. Dass du nach deiner ersten Stunde müde bist, ist also völlig normal. Am nächsten Tag melden sich vielleicht sogar Muskeln, von deren Beteiligung du gar nichts mitbekommen hast. Deshalb lohnt es sich, auch auf deine Regeneration zu achten. Die gute Seite daran: Du hast einen Sport kennengelernt, der Spaß macht und den ganzen Körper fordert.

9. Die Bedingungen im Meer sind bei jeder Surfstunde anders

Genau das macht Surfen auch so besonders: Kein Tag ist wie der andere. Wind, Wellenhöhe, Strömungen, Gezeiten und Wetter können sich täglich verändern.

Deshalb kann eine Bewegung, die dir an einem Tag leichtfällt, am nächsten deutlich schwieriger sein. Lass dich davon nicht entmutigen. Beim Surfen lernst du nicht nur deinen Körper besser kennen, sondern auch, das Meer zu lesen. Das macht die Erfahrung so anders als ein typisches Training in der Halle.

10. Kauf nach der ersten Stunde nicht gleich die ganze Ausrüstung

Vielleicht macht dir die erste Stunde so viel Spaß, dass du am liebsten sofort Ausrüstung kaufen möchtest. Lass dir damit etwas Zeit.

Nimm erst noch ein paar Stunden. Erlebe unterschiedliche Wetter- und Meeresbedingungen. Finde heraus, ob du wirklich bei diesem Sport bleiben möchtest. Surfboard, Neoprenanzug, Leash, Surfwachs und die übrige Ausrüstung werden mit der Zeit verständlicher. Am Anfang zählen vor allem eine passende Schule, ein guter Surflehrer und ein sicherer Einstieg.

Was erwartet dich also in deiner ersten Surfstunde?

Deine erste Surfstunde ist mehr als der Versuch, eine neue Sportart auszuprobieren. Sie ist auch der erste Schritt zu einem ganz anderen Verhältnis zum Meer. Es geht nicht darum, vom ersten Tag an alles perfekt zu machen. Du lernst die Sicherheitsgrundlagen, machst dich mit dem Board vertraut, beginnst zu verstehen, wie Wellen funktionieren, und fühlst dich nach und nach wohler im Wasser.

Mit realistischen Erwartungen macht die erste Stunde deutlich mehr Spaß. Zu wissen, dass du fallen, müde werden und manche Dinge nicht sofort hinbekommen wirst, hält dich nicht zurück. Es macht das Lernen realistischer und angenehmer. Vielleicht ist das Wichtigste vor deiner ersten Surfstunde deshalb dieser Gedanke:

Surfen braucht Geduld. Dafür fühlt sich jeder kleine Fortschritt richtig gut an.

Autor Advenway IG P YT f X

Ich bin der Gründer von Advenway und schreibe die Inhalte dieser Plattform. Aus meiner Neugier auf Sport, Natur und neue Entdeckungen entstehen Ratgeber zu verschiedenen Sportarten, Tourentipps und Beiträge rund um die Ausrüstung. Dabei teile ich meine Recherchen und persönlichen Erfahrungen verständlich und mit Blick auf das, was dir in der Praxis weiterhilft. Mein Ziel ist es, dich bei gut informierten Entscheidungen zu unterstützen – ob du eine neue Sportart ausprobieren oder dein nächstes Abenteuer planen möchtest.